Huhu ihr lieben Nähbienchen!

Wir sind momentan unermüdlich und arbeiten an weiteren tollen Anleitungen für euch – heute bekommt ihr einen Strampelsack für die Kleinsten!

Den hat sich die liebe Alexandra D. gewünscht – sie war eine der Gewinnerinnen bei unserem Gewinnspiel „Danke für 1111 Likes!“.

Pucksack/Strampelsack „Pucky“ nähen

Meine beiden verschiedenen Modelle des Puck-/Strampelsacks Pucky: einlagig und zweilagig.

Wenn unsere lang ersehnten Bauchzwerge endlich das Licht der Welt erblicken, kann das Glück wohl nicht größer sein! :wub: Nun waren die Minis so lange warm und weich in unserem Bauch geborgen und haben unsere Nähe und auch die Enge sehr genossen! Darum genießen die kleinen Erdenbürger auch in ihren ersten Wochen unsere Nähe und sind gerne eng eingekuschelt – am liebsten in einem Puck-/ Strampelsack. 😉

Der Puck-/ Strampelsack „Pucky“ sitzt oben durch das Bündchen schön eng am Kind, sodass der Sack auch nicht so schnell nach unten rutscht und bietet unten an den Füßen genügend Platz und Spielraum zum Strampeln und sich Strecken!

Auch diesmal habe ich den Schnitt wieder ausgiebig für euch testen lassen, da mein Zwerg leider schon zu groß ist… hach, was waren das noch Zeiten, als sie noch so „unbeweglich“ waren! Jede Größe wurde von zwei verschiedenen Babys probegetragen und sie haben sich immer sehr wohl gefühlt! Natürlich ist jedes Kind anders und nicht immer passt der Schnitt genau und auch nicht jedes Kind mag es noch so eng. Bei Kindern kann man ja leider meist nie wissen wie sie ticken.

Ich möchte mich noch :heart: -lich bei meinen lieben Probenäh-Ladies für die Unterstützung bedanken:

Elena von ElliPirelli’s Nähwelt
Sandra von AméLou-und was nähst Du?

Wichtiges vorab: Der Puck-/ Strampelsack „Pucky“ darf nur für private Zwecke zur Anfertigung von Unikaten genutzt werden! Der Verkauf, Weitergabe, Abdruck oder Veröffentlichung dieses eBooks oder Teile davon ist ausdrücklich untersagt! Für eventuelle Fehler in der Anleitung oder im Schnitt kann keine Haftung übernommen werden.
Copyright by Jennifer Hock – made by jolly

 

Die Nähanleitung für den Pucksack

Zur Stoffauswahl:

Für den Puck-/ Strampelsack „Pucky“ könnt ihr fast jeden Stoff verwenden. Hier ist es egal, ob dehnbar oder nicht dehnbar, da der Sack ja nicht eng anliegt. Der Stoff sollte sich gut auf der Haut anfühlen, falls die Babys im Sommer auch mal ohne Hose drin liegen. Empfehlen kann ich z. B. Jersey, Baumwolle, Fleece, Frottee, Molton, Sweat…
Als Bund empfehle ich euch Bündchenstoff zu nehmen, da dieser durch die bessere Dehnbarkeit schön und faltenfrei am Bauch anliegt und meist nicht so schnell ausleiert.

Das Schnittmuster

1. Den Schnitt des Puck-/ Strampelsacks könnt ihr euch auf meiner Facebook-Seite downloaden! Über ein „like“ würde ich mich sehr freuen!

2. Druckt euch den Schnitt bitte ohne Seitenanpassung „tatsächliche Größe“ und im „Querformat“ oder „Hoch-/Querformat automatisch“ aus. Bitte überprüft das Kontrollkästchen von 3 x 3 cm nach dem Ausdrucken!

3. Nun schneidet ihr beim Schnittteil 1 an der Klebekante ab und klebt es passend an Schnittteil 2. Dann könnt ihr einmal komplett eure gewünschte Größe zuschneiden.

Schnitt downloaden, ausdrucken und ausschneiden. voilà!

Jetzt gehts los: So wird der Strampelsack genäht

Ich zeige euch nun gleich zwei Nähmöglichkeiten auf einmal:

  • a) Einlagiger Pucksack aus kuscheligem Sweat
  • b) Zweilagiger Strampelsack aus Baumwolle (außen) und Fleece (innen)

4. Ihr schneidet euch eure ausgewählten Stoffe im Bruch zu. Das Schnittmuster enthält keine Nahtzugabe!
Für den einlagigen Sack braucht ihr 2 zugeschnittene Teile: einmal vorne und einmal hinten. Für den zweilagigen Sack braucht ihr insgesamt 4 zugeschnittene Teile: zweimal für den Innensack (vorne + hinten) und zweimal für den Außensack (vorne + hinten).

Möchtet ihr das Vorderteil vielleicht noch verschönern und individualisieren (z. B. mit Applikation, Stickbild oder Bügelbild), dann ist genau JETZT der richtige Zeitpunkt 😉

Als erstes werden die Stoffteile zugeschnitten.

5. Nun legt ihr Vorder- und Hinterteil rechts auf rechts aufeinander und steckt diese Seiten rundum fest. Der obere Teil bleibt offen! Hier kommt dann das Bündchen dran. Bei dem zweilagigen Sack müsst ihr dies jeweils mit Innen- und Außensack machen.

Variante a: Vorder- und Hinterteil rechts auf rechts aufeinanderlegen und feststecken, oben offen lassen!

Variante b: Vorder- und Hinterteil rechts auf rechts aufeinanderlegen und feststecken, oben offen lassen!

6. Dann näht ihr an den abgesteckten Seiten fest – nicht vergessen – oben bleibt offen. :tongue: Wichtig bei dehnbaren Stoffen ist immer auch ein dehnbarer Stich und eine Jersey- oder Stretch-Nadel zu verwenden! Ich nehme gerne den 3-fach Gradstich, ihr könnt aber auch mit dem Zickzack-Stich oder mit der Overlock nähen! Ich habe hier meine Overlock gewählt.

Nun nähen wir die abgesteckten Seiten fest - nur nicht oben! ;)

7. Nun Wenden wir den Sack auf rechts. Bei der zweilagigen Variante wird nur der Außensack gewendet, der Innensack bleibt auf Links.

Den Sack nun auf rechts wenden, bei Variante b nur den Außensack!

8. Dieser Schritt ist nur für die zweilagige Variante!
Ihr steckt nun den Innensack (auf links) in den Außensack (auf rechts). Wichtig ist, dass die Außennähte übereinander liegen. Steckt hier am besten direkt die Nähte mit einer Stecknadel übereinander fest.

NUR für Variante b: Innensack in Außensack stecken und am besten die Nähte direkt übereinander feststecken.

9. Nun schneiden wir unser Bündchen zu. Ich gebe euch hier Maßangaben, die in der Regel passen sollten:

  • Größe 56: 15 cm x 32 cm (H x B, inkl. Nahtzugabe!)
  • Größe 62: 15 cm x 33 cm (H x B, inkl. Nahtzugabe!)

Wenn Ihr Euch aber ganz sicher sein wollt, dann geht am besten nach der „Bündchen-Formel“ vor. Diese ist Bauchumfang x 0,7 + Nahtzugabe

Nun wird das Bündchen zugeschnitten.

10. Das Bündchen dann rechts auf rechts an den kurzen Seiten (Höhe) übereinander legen und zusammennähen, sodass ihr einen Schlauch habt.

Bündchen rechts auf rechts an den kurzen Seiten übereinander legen und zusammennähen. Ihr habt nun sozusagen einen Schlauch.

11. Nun vierteln wir das Bündchen mit Stecknadeln. Nehmt euch hier die Naht zu Hilfe und teilt das Bündchen in vier gleich große Teile.
Das Gleiche machen wir auch mit dem Sack. Orientiert euch auch hier an den Seitennähten und teilt den Sack in vier gleichgroße Teile mit Stecknadeln. Achtet bei der zweilagigen Variante darauf, dass ihr auch beide Lagen zusammen steckt!

Das Bündchen und das Säckchen in vier gleich große Teile vierteln.

12. Nun legt ihr das Bündchen um den Außensack und steckt Bündchen und Sack an den vier bereits mit Stecknadeln markierten Stellen zusammen. Das wird dann zwar etwas schrumpelig, aber das soll so. :biggrin:

Bündchen um den Außensack an den vier markierten Stellen feststecken. :D Das sieht vielleicht etwas schrumpelig aus, aber das muss so sein!

13. Nun nähen wir das Bündchen an den Sack. Dafür dehnt ihr das Bündchen unter der Maschine so, dass es immer von Stecknadel zu Stecknadel ausreicht. Die Naht des Bündchens könnt ihr entweder nach hinten legen oder an eine der Seiten, bündig an die Seitennaht. Achtet bei der zweilagigen Variante auch darauf, dass beide Sack-Teile richtig übereinander liegen und mit vernäht werden!

Fast geschafft! Letzter Schritt: Das Bündchen an den Sack nähen.

14. Und tadaaaa, nun sind wir auch schon fertig! 🙂

Der fertige Regenbogen-Pucky Variante a

Der fertige Bärchen-Pucky in Variante b.

So ein toller Puck-/ Strampelsack ist vielseitig einsetzbar, ob im Kinderbett, im Kinderwagen, im Stubenwagen (haben wir nur leider keinen mehr hier), bei Mama und Papa im Bett, ohne dass man sich Sorgen um seine Decke machen muss! :tongue:

Ich habe die beiden fertigen Pucksäcke Pucky  mal meiner Puppe angezogen, damit ihr euch das besser vorstellen könnt.

Und hier darf ich euch noch die Ergebnisse meiner Probenäher vorstellen!

Ich würde mich wie immer gaaaanz doll freuen, wenn Ihr uns ein paar eurer Werke zeigt! Bilder auf unserer facebook-Pinnwand sind immer sehr willkommen! 😀

Ganz liebe Grüße

eure Jenny

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